05.01.2022 :: Damen 1 :: Bericht

Nicht einmal einen Satz gewonnen

Redakteur/Quelle: Gunter Wiedemann / schwarzwaelder-bote.de

»Volley Kraft voraus!« Das Jahr 2022 beginnt mit einem echten Hit. »Das ist ein richtungweisendes Spiel«, fiebert auch Sven Johansson dem Regionalliga- Gipfeltreffen am Samstag (19 Uhr) gegen Spitzenreiter Ludwigsburg in Villingen entgegen.

Wenn die MonStars gegen die MTV-Ladies ans Netz gehen, werden sie eine kurze, aber knackige Vorbereitungsphase in den Beinen und Armen haben. »Dienstag, Donnerstag, Freitag und vielleicht Samstagvormittag«, müssen also für die Schützlinge von Johansson drei - eventuell vier - Einheiten bis zum Spitzenspiel reichen. »Ein Sieg wäre wichtig, sehr wichtig«, weiß der Coach, dass sein Team gleich in der ersten Partie des Jahres Big Points einfahren kann. Bis auf Maria Formella (Kreuzbandriss) ist der Kader dann wohl komplett.

Gute Erinnerungen
Wie es gegen den Tabellenführer geht, dies wissen Michelle Feuerstein und Co. - immerhin brachten die Villingerinnen am 9. Oktober beim 3:0 aus der Ludwigsburger Alleenhalle Ost drei Punkte mit. Ganze 72 Minuten brauchte der TV, um den MTV-Ladies eine von bisher drei Niederlagen beizubringen. »Das Spiel wurde aber am Ende immer enger«, hat sich Johansson über die Feiertage die komplette Partie auf Video reingezogen. Am Dienstagabend wollte der Coach die Spielerinnen des Tabellendritten auf Stärken und Schwächen der Ludwigsburgerinnen aufmerksam machen. »Ausgeglichenheit, Körpergröße«, nennt Johansson schon einmal zwei Gründe, weshalb die MTV-Ladies bisher im Vergleich zu Villingen einen Zähler mehr auf dem Konto haben. »Es wird bei uns so auch darauf ankommen, dass wir unsere athletischen Fähigkeiten komplett abrufen.«

Der Faktor Fans
Ein weiterer Faktor sollen wieder die Fans werden. »Ich gehe davon aus, dass wir vor Zuschauern spielen. Für uns wäre dies sehr wichtig«, verweist Sven Johansson auf das funktionierende Hygienekonzept. Auch sonst hätte die neue Corona-Verordnung kaum Auswirkungen. »Für uns ändert sich eigentlich nichts«, weiß aber der Villinger Coach natürlich nicht, was die folgenden (Omikron) Wochen bringen werden. »Ich hoffe einfach, dass wir die Runde regulär beenden können.«

»Volley Kraft voraus!«
Dies ist natürlich auch der große Wunsch von Sasa Stanimirovic. »Das hätten alle Beteiligte einfach verdiente, stellt der MTV-Coach den hohen Aufwand von Spielerinnen, Übungsleitern und Funktionären heraus, um in Corona-Zeiten Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Apropos Training - auch der Ludwigsburger hätte sich eine längere Vorbereitungsphase vor dem Regionalliga-Gipfeltreffen gewünscht. »Drei Einheiten sind ja echt nicht viel, zudem müssen wir uns mit den Drittliga-Männern eine Halle teilen. Da gibt es nicht einmal einen Trennvorhang «, verweist Sasa Stanimirovic zudem auf personelle Probleme. Da ein eingeklemmter Nerv, dort eine Zahn-Operation, bei einer anderen Spielerin stimmt etwas mit der Schulter nicht. »Ich muss wohl am Samstag wieder einmal improvisieren«, wird der MTV-Trainer den Kader mit Spielerinnen aus der Oberliga-Mannschaft auffüllen. «Dennoch wollen wir unbedingt in Villingen etwas holen. Seit wir mit dem TV in einer Liga spielen, haben wir gegen Villingen noch nicht einmal einen Satz gewonnen «, sinnt der Coach des Tabellenführers („Wir wollen schon oben bleiben, haben aber keinen Druck«) in der Hoptbühlhalle auf eine Revanche. »Dafür müssen wir aber im Vergleich zum Hinspiel - gerade in Sachen Angriffsspiel - viel zielstrebiger agieren«, hofft Stanimirovic, dass es die Ludwigsburgerinnen dann wieder ihrem Abteilungsmotto gerecht werden.
»Volley Kraft voraus!«

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