22.02.2020 :: Damen 1 :: Bericht

TV Villingen nimmt die Favoritenrolle an

Redakteur/Quelle: Dietmar Zschäbitz / suedkurier.de

Regionalliga-Volleyballerinnen empfangen am Samstag TSG Backnang. Gäste schweben in großer Abstiegsgefahr.

Im ersten von drei aufeinanderfolgenden Heimspielen empfangen die Villinger Volleyballerinnen einen Abstiegskandidaten. Backnang steht bei erst vier Siegen aus 16 Spielen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mitte November feierten die Villingerinnen in Backnang einen klaren 3:0-Erfolg bei einem Gesamteinzelpunktverhältnis von 75:44. Agieren die Villingerinnen am Samstag konzentriert, sollten die drei Punkte nicht gefährdet sein. Zudem würde sich Villingen im Kampf um Platz zwei vom spielfreien Tabellendritten Tübingen mit vier Zählern Vorsprung absetzen.

„Wir hatten zuletzt einige gesundheitliche Ausfälle im Training. Da passte das vergangene, spielfreie Wochenende gut. Am Donnerstag war das Team wieder vollzählig im Training und freut sich auf den Heimauftritt“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson. Er weiß um die klare Favoritenrolle seiner Mannschaft. „Wir werden Backnang nicht unterschätzen. Diese Mannschaft hat zuletzt Schwäbisch Gmünd in den Tie Break gezwungen. Das spricht dafür, dass sich Backnang noch nicht aufgegeben hat. Sie werden sicherlich auch bei uns volles Risiko gehen. Es ist eine spannende Konstellation, aber wir nehmen die Favoritenrolle an“, ergänzt Johansson.

Um den Gegner nicht an einer Überraschung schnuppern zu lassen, wird Johansson zumindest zu Beginn der Partie personell kein Risiko eingehen. Die Stamm-Mannschaft wird beginnen. Damit scheinen auch im Mittelblock Nina Schuhmacher und Jule Gaisser gesetzt. Amelie Nunnenmacher soll je nach Spielverlauf ebenso ihre Einsatzzeiten erhalten. Ähnlich ist die Situation im Zuspiel. Hier wird Nikola Strack beginnen und die junge Marie Uhing je nach Spielverlauf kommen. „Marie möchte ich in der verbleibenden Saison so viel Einsatzzeiten wie möglich geben. Sie soll Erfahrungen sammeln, die ihr das Training nicht vermitteln kann“, fügt Johansson an. Im Angriff ist Maria Kühne gesetzt. Um die zweite Position bewerben sich Pauline Kemper und Martina Sias.

Obwohl Villingen zuletzt vier Siege in Serie feierte, war der TV-Coach vor allem mit der jüngsten Leistung in Dettingen trotz des 3:0-Erfolgs nicht rundum zufrieden. „Da sind wir nie richtig in unseren Rhythmus gekommen. Wir haben es dort nicht verstanden, uns zu belohnen und mussten um die drei Punkte mehr als nötig kämpfen.“ Johansson hat in der Vorbereitung diese Partie nochmals deutlich analysiert und offenbar offene Ohren gefunden. „Die Spielerinnen waren sehr selbstkritisch. Sie wissen um die große Chance, jetzt den zweiten Platz abzusichern. Wir wollen uns das nicht nehmen lassen und die zwei möglichen Relegationsspiele zur Dritten Liga bestreiten. In dem Ziel sind wir uns alle einig“, fügt Trainer Johansson an. Ein souveräner Auftritt am Samstag würde den TV Villingen diesem Ziel sehr nah bringen.

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