06.10.2019 :: Damen 1 :: Bericht

Am Ende fehlt die Kraft

Redakteur/Quelle: Maurice Sauter / suedkurier.de

Regionalliga-Volleyballerinnen unterliegen Konstanz in fünf Sätzen. Routine und Abstimmung geben den Ausschlag zugunsten der Gäste.

Die Volleyballerinnen des TV Villingen verloren ihr erstes Heimspiel der neuen Saison knapp mit 2:3 Sätzen. Ausgerechnet im Regionalliga-Derby gegen den USC Konstanz unterlagen die Schwarzwälderinnen im entscheidenden fünften Satz und mussten mit einem Punkt vorlieb nehmen.

Die Gastgeberinnen fanden vor 400 Zuschauern in der Hoptbühlhalle gut in die Partie, ließen sich aber den ersten Satz spät aus der Hand nehmen und verloren mit 23:25. In den Sätzen zwei und drei belohnte sich das Team von Trainer Sven Johansson endlich für die gute Leistung. Vor allem dank guter Blockarbeit und druckvollem Angriffsspiel entschieden die Villingerinnen die beiden Sätze sicher mit 25:20 für sich und begeisterten das Publikum mit spektakulären Ballwechseln. „Vor allem in dieser Phase haben wir ein sehr gutes Niveau gezeigt und uns dafür belohnt“, sagte Johansson.

In Satz vier wollten die Gastgeberinnen den Sack zumachen, sahen sich aber nun verbesserten Konstanzerinnen gegenüber. In diesem ausgeglichenen Durchgang setzte sich keine der beiden Mannschaften mit mehr als zwei Punkten Vorsprung ab, mehrmals wechselte die Führung. Beim Stand von 24:23 hatte Villingen einen Matchball, ließ diesen aber liegen. Stattdessen nutzten die Gäste zwei Fehler der Schwarzwälderinnen zum 24:26 und damit zum Satzausgleich. „Das war sehr unglücklich, weil dieser Satz hart umkämpft war und wir schon einen Matchball hatten“, so Johansson.

Konstanz nahm den Schwung aus dem vierten in den entscheidenden fünften Durchgang mit, ging von Anfang an leicht in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Die Villingerinnen mussten gegen Ende dafür Tribut zollen, dass sie lediglich mit neun Spielerinnen auflaufen konnten, die Startaufstellung nahezu ständig auf dem Feld stand und am Ende die Kräfte fehlten. Johansson: „Das hat sicherlich eine Rolle gespielt. Das Fehlen von Kapitän Michelle Feuerstein, unsere beste Spielerin, machte sich deutlich bemerkbar.“ Nikola Strack ersetzte Feuerstein als Mannschaftsführerin.

Letztlich gewann Konstanz, das mit zahlreichen zweit- und drittligaerfahrenen Volleyballerinnen antrat, den Entscheidungssatz mit 15:12 und dadurch auch das Match. „Die Gäste waren routinierter und cleverer. Dennoch bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir hätten uns mit einem Sieg belohnen können. Man merkt aber, dass dem neu formierten Team noch die Abstimmung fehlt“, resümierte Johansson. In der Regionalliga-Tabelle belegt Villingen nach zwei Spielen auf Rang fünf.

powered by webEdition CMS