03.02.2012

Derby-Zeit in Villingen

von Kai Blandin

Zum badischen Derby in der 2. Bundesliga Süd erwartet der TV Villingen am Samstag den VC Offenburg. Wobei die Vorzeichen für beide Vereine unterschiedlicher nicht sein könnten.

Im vergangenen Jahr noch waren beiden Mannschaften am Ende Tabellennachbarn. Mit jeweils 22 Pluspunkten auf der Habenseite. Schiedlich, friedlich gewann jedes Team jeweils die Begegnung in eigener Halle, aus dem Abstiegskampf hielten sich beide fein raus. In der Endabrechnung hatte Villingen auf dem achten Platz ganz knapp die Nase vorn, gefolgt von Offenburg einen Rang dahinter.
Doch das ist Schnee von gestern. Wenn die beiden badischen Mannschaften zur Rückrunde in diesem Jahr erneut aufeinander treffen – Spielbeginn ist in der Villinger Hoptbühlhalle am Samstag um 19 Uhr – liegen fast schon Welten zwischen ihnen. Während Offenburg im bisherigen Saisonverlauf sieben seiner 15 Begegnungen gewinnen konnte und damit im Mittelfeld platziert ist, steht für die Gastgeberinnen bislang erst ein Erfolg zu Buche. Zusammen mit Nürnberg ziert der TV Villingen somit das Ende der Tabelle.

Und dennoch: Seit der Trennung von Trainer Michail Lukaschek vor zwei Wochen weht ein anderer Wind im Schwarzwald. Der Spaß ist zurück bei den Spielerinnen, was sich auch auf die sportlichen Leistungen positiv auswirkte. So gab es in den Begegnungen gegen die Spitzenteams aus Grimma und Erfurt zuletzt immerhin jeweils einen Satzgewinn für den TV Villingen.
„Diesen Trend möchten wir fortsetzen“, verspricht Günter Hones, der neue verantwortliche Mann an der Seitenlinie. Im Spiel gegen Offenburg kann er dabei auch wieder auf seine drei Youngsters Nadia Jäckle, Lara Schreiber sowie seine Tochter Nadine zurückgreifen. Gegen Erfurt waren diese Spielerinnen nicht mit von der Partie, da sie im Spiel der zweiten Mannschaft des TV Villingen in der Oberliga beim TV Brötzingen am Start waren und der Aufsteiger dabei einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht hat.

Unter der Woche legte der Trainer in den Einheiten besonderen Wert auf die Ballannahme. „Um dadurch die anstehenden Aufgaben aus dem Spiel heraus besser lösen zu können“, betont Günter Hones. Dabei hob der Villinger Coach das Engagement seiner Spielerinnen hervor, was ihn im Hinblick auf die Begegnung gegen Offenburg zuversichtlich stimmt.